Abschied von Sr. Elisabeth Heinzle

Am Ende eines jeden Kindergartentages, wenn alle schon zu Hause waren, kam Sr. Elisabeth Heinzle und drehte ihre Runden durch das Antoniushaus. Brannte noch irgendwo ein Licht? Waren auch alle Fenster verschlossen? Einmal im Jahr, wenn wir mit den Kindern im Kindergarten übernachteten, durften wir diesen „Guten Geist“ erschrecken. Sie spielte jedes Mal begeistert mit und belohnte uns mit Süßigkeiten.

Aber nicht nur als „Gute-Nacht-Geist“ wird Sr. Elisabeth uns sehr fehlen: Sie war die Seele des Hauses über 21 Jahre hinweg. Stets hat sie den Praxiskindergarten als „ihren Kindergarten“ geschätzt, was sie uns durch ihre Besuche und Gespräche spüren lassen hat. Auch für persönliche Anliegen hatte sie immer ein offenes Ohr. Niemand kann diesen Platz einnehmen und das schmerzt.

Wir wünschen Sr. Elisabeth von Herzen einen mehr als nur wohlverdienten Ruhestand im Mutterhaus in Hall. Ganz wie wir ihr zum Abschied gesungen haben: „Du bist ein Ton in Gottes Melodie“ – ein ganz besonderer.

Das Team mit den Kindern vom Praxiskindergarten Blasenberg

 

Text: Renate Schmidt

Fotos: Christine Krumböck, Thomas Vranjes

Kontakte pflegen zu Familien und Kindern in Corona-Zeiten

Die sehr kurzfristige Schließung der Kindergarteneinrichtungen drei Wochen vor den Osterferien war nicht nur für die Kinder und deren Familien, sondern auch für uns Pädagoginnen ein unerwartetes Ereignis.Erste Überlegungen wurden angestellt, wie es möglich sein wird, den Kontakt aufrecht zu halten. In den ersten Wochen wurden eine einfache Werkanleitung und Übungsblätter zur Vorschulerziehung per Mail an die Eltern übermittelt. Nach der anfänglichen „Schockstarre“ und der Kommunikation mit den Eltern per E-Mail ist der Wunsch entstanden, mit Kindern und Eltern auch persönlich in Kontakt zu treten.

Die Eltern der Bärengruppe wurden von den Pädagoginnen telefonisch kontaktiert, um ein Stimmungsbild der aktuellen Familiensituation zu erhalten und sich mit den Eltern auszutauschen. Mathias, das Gruppenmaskottchen der Bärengruppe, hat allen Kindern einen Brief geschrieben, der den Kindern persönlich nach Hause gebracht wurde. Er wollte wissen, wie es den Kindern geht und hat ihnen mitgeteilt, wie sehr er die Kinder im Kindergarten vermisst. Kinder, die in dieser Zeit ihren Geburtstag feierten, wurden mit ihrem Geburtstagsgeschenk und einer Karte überrascht. ICH+DU, die Zeitschrift für das Kindergarten- und Vorschulkind, wurde an alle Kinder verteilt. Die Kinder haben begeistert damit gearbeitet und Fotos geschickt. Einige Kinder haben mit Unterstützung der Eltern per Videotelefonie mit den Pädagoginnen Kontakt gehalten und von ihrem Alltag zu Hause erzählt. Es war sehr ergreifend, die Emotionen der Kinder zu erleben. Sehr offen und mit kindlicher Unbekümmertheit berichtetensie, wie sehr sie den Kindergarten, die Freunde und die Pädagoginnen vermissen. Diese Telefonate und diverse WhatsApp-Filme ermöglichten den Kindern den direkten Kontakt zu den Pädagoginnen und erzeugten ein bisschen Normalität in dieser für sie unsicheren Zeit.

Nach Ostern entstand in Anlehnung an die Aktion „Kinder malen Regenbogen gegen Corona“ die Idee, eine „Regenbogenknete“ herzustellen und diese den Kindern gemeinsam mit einer Regenbogengeschichte vorbei zu bringen. Die Freude der Kinder war sehr groß, als die Regenbogenknete jedem Kind nach Hause gebracht wurde. Emma musste sich in ihrer Begeisterung zurückhalten, die Pädagogin freudig zu umarmen. Es wurden (auf Abstand) ein paar Worte gewechselt, manche Kinder wollten gar nicht mehr aufhören zu erzählen und alle waren sehr dankbar über dieses kleine Geschenk und das Wiedersehen. Für die Pädagoginnen war es sehr wertvoll, die Reaktionen der Kinder und Eltern auf all diese Angebote des Kindergartens erleben zu dürfen.

Bericht: Christine Krumböck

Fotos: Team-PKB, Sylvia Mathis (privat)

Mathematik & Mehr

Zu diesem fachdidaktischen Thema luden die Pädagoginnen alle Eltern der Elefantengruppe am Freitag, den 17.01.2020 ein. Zentrales Thema dieses Abends war die „Spielintegrierte Mathematische Förderung“ im Kindergarten. Dieses Projekt der Pädagogischen Hochschule St. Gallen in Zusammenarbeit mit der Internationalen Bodensee Hochschule, der Universität Zürich und der BAfEP Feldkirch wurde in den Jahren 2012/13 in mehreren Kinderbetreuungseinrichtungen durchgeführt. Die dabei entwickelten und erprobten mathematischen Spiele werden in den kommenden Monaten den Kindern altersentsprechend angeboten. Die Eltern hatten die Möglichkeit, diese Spiele kennen zu lernen und selbst auszuprobieren. Die anschließende Präsentation von Renate Schmidt erläuterte Zielsetzungen und Kompetenzentwicklungen und gab Einblick in die  „Spielintegrierte mathematische Förderung“. Der Austausch der Eltern untereinander fand nachfolgend bei einem kleinen Buffet in gemütlicher Runde statt.

 

Bericht: Christine Krumböck

Fotos: Renate Schmidt

„Jingle Bells“ – Feldkircher Weihnachtsmarkt 2019

„Was macht Martin Totenkopf bei uns im Kindergarten?“

Wenn man selbst wieder zum Kind wird, von Herzen lacht, es vor Spannung kaum mehr aushält – ja dann ist Lars-Olaf Möller mit seinem improvisierten Puppenspiel voll in seinem Element.

„Martin-Totenkopf“, ein von den Kindern erfundener Name, stibitzte den Adventskalender der Prinzessin „Tausendschön“. Dass hier die Emotionen hochgingen, versteht sich von selbst.

Zum Glück bekam Prinzessin Tausendschön zur Unterstützung einen Helden an ihre Seite gestellt. Den mutigen Julius aus der Elefantengruppe, der den Adventskalender wieder zurückholte und somit für Recht und Ordnung sorgte.

Fast schon konnte man Mitleid mit „Martin Totenkopf“ bekommen, so eindrücklich was Lars-Olafs Puppenführung – aber eben nur fast.

Für einige Kinder war diese Art der Aufführung eine emotionale Herausforderung, die sie aber alle mit der Unterstützung der Pädagoginnen bewältigen konnten.

Wir freuen uns jetzt schon, wenn wir Lars-Olaf Möller das nächste Mal bei uns im Kindergarten begrüßen dürfen.

 

Bericht und Fotos: Renate Schmidt

 

2. Elternabend der Bärengruppe am 16.10.19

Nach den ersten Kindergartenwochen und abgeschlossener Eingewöhnungszeit vieler neuer Kinder war es uns ein Bedürfnis, alle Eltern der Bärengruppe zu einem Austausch in entspannter Atmosphäre einzuladen.

Während sich die Eltern kreativ betätigten und fantasievolle Familienbilder gestalteten, entstand eine rege Diskussion zu aktuellen Themen in den Familien und den Kindergarten betreffend. Eltern schilderten Situationen und Ereignisse zu Themen wie Loslösung und Trennungsschmerz, Umgang mit Veränderungen und Übergängen in neue Situationen, Erprobung der Selbstwirksamkeit durch Grenzen austesten und verhandeln, Eifersucht unter Geschwisterkindern. Es wurde auch über gesellschaftliche Normen und den daraus resultierenden Druck debattiert, sowie das Fehlen öffentlicher Räume, wo Eltern mit Kindern willkommen sind. Auch zum Umgang mit dem Thema Tod und Trauer tauschten sich Eltern und Pädagoginnen aus.

In der Kürze des Abends konnten die vielen, von den Eltern angeregten Themen nur andiskutiert werden. Dies nehmen wir zum Anlass, einen Schwerpunkt aufzugreifen und einen weiterführenden Elternabend im 2. Semester anzubieten.

Wir bedanken uns bei allen Eltern für ihr Vertrauen, ihre Offenheit und ihr Engagement an diesem besonderen Abend.

Die Familienbilder schmücken die Garderobe der Bärengruppe und bieten Gelegenheit zum Betrachten, Staunen und Erzählen.

 

Text und Fotos:  Bettina Gehrer

Unser neuer Lieblingsplatz im Wald

Ein uns schon lang bekannter Platz wurde wieder neu entdeckt. Dort, wo noch vor ein paar Jahren die „Tostner-Wassertrete“ war, hat der Opa eines Kindergartenkindes ein Wildgehege mit Hirschen. Bei der Erkundung des Geheges konnten wir die morgendliche Fütterung hautnah miterleben. Danach ging es zu einem wunderschönen Jausen Platz, den die „Waldkäfergruppe“ vom Kindergarten Alvier aus Naturmaterialien errichtet hatte. Anschließend wurde der Wald, mit all seinen Gegebenheiten und Spielmöglichkeiten, erkundet:   Sämtliche Kinder erprobten ihre motorische Geschicklichkeit an einem kurzen, aber steilen Erdhang um auf einer riesigen Baumwurzel thronen zu können. Das gemeinsame Erkunden des Geländes und das Hantieren mit Naturmaterialien erforderte von den Kindern Kooperationsbereitschaft und stärkte so ihre soziale Kompetenz.Die ausgleichende Wirkung des Waldes auf die Kinder konnten wir Pädagoginnen sehr gut beobachten. In gemeinsamer Absprache mit den Kindern wurde einheitlich beschlossen, dass dieser Platz zu unserem neuen Lieblingsplatz im Wald gehört, und wir von nun an diesen regelmäßig aufsuchen werden.

Bericht: Renate Schmidt

Teddybärenkrankenhaus – was ist das?

Was geschieht, wenn ich mich verletze und ins Krankenhaus muss? Wie sieht es da aus? Was passiert da? Was macht der Arzt/die Ärztin da genau? All diesen Fragen sind wir beim Besuch des Teddybärenkrankenhauses auf den Grund gegangen. Einmal im Jahr lädt das Landeskrankenhaus Feldkirch die Kinder ein, die Institution und den Ablauf des Krankenhauses kennen zu lernen. Um den Kindern einen positiven Zugang zu diesem Thema zu ermöglichen, wird die ganze Krankenhaussituation auf das Kuscheltier des Kindes übertragen und möglichst authentisch durchgespielt. Im Vorfeld wird mit den Kindern darüber gesprochen, welches Stofftier mit ins Krankenhaus kommt, was ihm passiert ist und welche Verletzungen es hat. Spielerisch wird das Kind angeleitet, selbständig zu handeln, Neues auszuprobieren und mutig Dinge zu wagen, die das Selbstvertrauen des Kindes stärken und weiterentwickeln. Sehr strukturiert geplant, pädagogisch wertvoll und kindgerecht umgesetzt, ermöglicht es dem Kind aktiv und mit Neugierde das Ganze zu erleben. Das Kuscheltier wird abgemessen, gewogen, eine Krankenakte geschrieben und zum Röntgen weitergeleitet. Ein entsprechendes Röntgenbild bestätigt dem Kind die vermutete Verletzung. Im OP werden die Kuscheltiere fachgerecht verarztet. Dem Riesenteddybär wird Blut abgenommen, sogar den Zahnarzt kann das Kuscheltier besuchen.

Solche Erlebnisse stärken die Selbstkompetenz des Kindes und regen dazu an, die sprachliche Ausdrucksfähigkeit weiterzuentwickeln.

 

Beitrag von: Christine Krumböck